Maybe you have already seen Prague. It is one of the cities most tourists to Europe pay a visit. Prague is truly pretty.I was born it was then the “Czechoslovak Socialist Republic”. Back then it was a communist country. Communism wasn’t pretty. It was a suppresive, inhuman regime.
My family happened to be believers, people who tried to follow God. And communists didn’t like that. In the middle ages the catholics didn’t very much like any worldview opposing their one-and-only worldview. In the first half of Europe’s twentieth century the Nazis didn’t quite approve any worldview different from theirs. And if you for some reason got in their worldview’s way, you were heading for trouble.
Communism wasn’t much different. For us it was basically: Accept your life being made hell - or flee. We fled.
Years later I realize that the same religion suffering from prosecution and intolerance in many parts of the world, once it has the chance to do so, adopts the attitude that led to its own suffering: We are right, the others are wrong. And “wrong” more resolves to “others have less value than we do”.
Not all of them, but quite some religions and their followers are this way. Some do it only in talking. Some try to turn their restrictive worldview into laws on obligatory “Intelligent-Design”-lessons. Others strap on an explosive belt and kill themselves just to kill others.
What is it with some believers that they try to force you to their believe by any means? To me the explanation appears to be simple. Deep inside they feel insecure and unhappy. They, most likely correctly, assume that their insecurity and feeling of shallowness is connected with their specific worldview. (It is interesting to mention here that the most aggresive believers often have the most simple belief-systems.)
So this unhappy believers basically have two options. They can update their belief-system. Or they can do the mental equivalent of a kid who covers its ears and screams “La, la, la, I don’t want to hear!!!” at the top of its lungs.
Now the first may seem the more favorable thing to do. But as my Grandma once jokingly said: “It hurts to think.” In fact it hurts so much that quite a lot of people will rather work their ass off, or kill you and your kin and leave their own kids orphaned, just so that they don’t have to start reflecting life.
I have heard quite some conservative christians talk about “tolerance” as if it were a four letter word. The list goes: “child molestation, homosexuality, tolerance”. Lucky for them there is neither “hate” nor “wasting live watching TV” nor “polluting our planet” in their list.
Tolerance to me is not only about letting someone else do stuff and not bother. Tolerance is about setting limits to intrusion. And tolerance is about supporting someone else in being different.
To tolerate means to set a line which I will not cross. Accept it as a law of human coexistence that there are parts of human lives which ought to be protected against intrusion. Even if I should come to believe that something that someone else does is wrong - if it is happening within a protected area, like e.g. sexuality, I am not allowed to intrude. Even more: If anyhow possible, I ought to support the differing standpoint.
Now what about intolerant people? How can one be tolerant towards the various kinds of religion’s crusaders?
Can we actually “fight intolerance”?
There is this saying : “Fighting a war for peace is like f***ing for virginity.”
Sounds good.
It’s wrong.
Once again, tolerance is not about turning away. Tolerance is about setting limits to intrusion. Just as it is mandatory to meet others with tolerance it is okay to demand tolerance. There is nothing wrong with setting limits to other people’s intrusion into my own life.
And it is a good thing to fight for tolerance among people, wrestling down the intolerant and hateful.
I believe a tolerant society is the society most desirable. And I will fight anyone believing otherwise.
Postscriptum: Yep, I get the irony.
{ 6 comments… read them below or add one }
indeterminacy 12.23.05 at 3:47 am
What you wrote here is so true, and inspiring. This also reminded me of something Tom Lehrer said as the introduction to his song about brotherhood:
“I’m sure we all agree that we ought to love one another and I know there are people in the world that do not love their fellow human beings and I hate people like that.”
http://www.casualhacker.net/tom.lehrer/the_year.html#brotherhood
(The song is a gem!)
Franz-Robert 01.17.06 at 8:15 am
“[...] tolerance is about supporting someone else in being different.”
Toleranz heißt, kulturelle und normative Unterschiede in ihrem Wert schätzen zu lernen. Es ist eine Art der Lebensweise, die der Bereitschaft Ausdruck verleiht, für die eigenen Voraussetzungen – für die Bedingungen der Möglichkeit ihrer Entfaltung – etwas zu geben, etwas preiszugeben. Was gebe ich preis, wenn ich ein toleranter Mensch bin?
Lebenszeit.
Toleranz gegenüber jemandem zu ÜBEN bedeutet, zu lernen. Es bedeutet leben zu lernen – ohne es mit dem Anspruch auf Endgültigkeit zu verbinden. Nun, unser Leben bleibt eben ein Provisorium.
Toleranz bedeutet, Unterschiede auszuhalten. Es ist, als würde man mit den eigenen Armen eine Brücke schlagen, deren Enden im Be-GRIFF der Hände sind. Die Hände sind unser Instrument der Tat, will heißen, Toleranz ist keine Theorie, sondern die Ausübung einer Praxis. Und der Transit über die Brücke läuft durch unseren Kopf.
Eine Brücke taugt nichts, wenn sie nicht in einem bestimmten Rahmen flexibel ist – wenn sie nicht selbst tolerant ist gegenüber gewissen Störgrößen. Ein toleranter Geist ist also ein beweglicher Geist: er ist sowohl sensibel für die Veränderungen in seiner Umwelt als auch widerstandsfähig gegen sie, denn es gelingt ihm, Brücken zu schlagen ohne sie einreißen zu lassen.
Die Medizin bezeichnet mit Toleranz die begrenzte Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber schädlichen äußeren Einwirkungen. Das ist ein Bild mit einem gewissen Erkenntniswert. Toleranz ist demnach nichts unlimitiertes. Was also sind die Bedingungen für Toleranz?
Im Grunde gibt es nur eine einzige Voraussetzung, nämlich die Empfänglichkeit für Gründe. Ich sehe nicht, wie man mit Menschen auf Augenhöhe umgehen kann, die sich einem rationalen Diskurs verweigern, die Argumente mit Händen und Füßen malträtieren.
Aber ich sehe auch, daß wir Menschen nicht in Gänze fähig sind dazu, für Gründe stets empfänglich zu sein. Heißt das nun, daß „Humanisten“ hoffnungslose Träumer sind?!
Nicht im geringsten! Wenn wir von Toleranz sprechen, dann sprechen wir damit nämlich über eine FÄHIGKEIT – über die MÖGLICHKEIT, etwas anders machen zu können. Wir sprechen nicht über Tatsachen…
Ich möchte einen Unterschied machen.
Aber manchmal fällt es mir sehr schwer, tolerant zu sein. Wie kann ich mit Ignoranz, oder gar Boshaftigkeit, umgehen?
Wie kann ich mit meinen EIGENEN Schwächen umgehen?
Franz-Robert 01.18.06 at 3:35 pm
Perhaps tolerance has only something to do with being able to be satisfied with yourself?
raj 02.07.06 at 4:25 pm
Wonderfully written, Dushan. What wisdom you impart! Too bad that the people who need to hear and understand what you have to say are far too simple and closed-minded to do so. It’ll forever be the part of the cycle of life.
Isabella Kukulski 02.09.06 at 1:32 pm
Dushan,
ich habe mir aus Zufall einmal deine Seite angesehen.
Ich wusste ja nicht, dass du so etwas Schönes geschrieben hast.
Diese Worte zeigen, dass das Bekämpfen von Intoleranz auf jeden Fall möglich ist, denn es nützt bereits etwas sie zum Thema zu machen und dies tust du mit der Veröffentlichung deiner Gedanken!
Und gerade dies ist auch so schön und bewegend, in einer Gesellschaft in der man an manchen Tagen das Gefühl hat von Ignoranz erdrücht zu werden und sich anhören muss, es seien nicht “unsere” Probleme und “sie” , die uns in ihrer unvernünftigen Art nicht gleichen, müssten es untereinander regeln wenn sie sich bekriegen wollen, und daher müsse man sich nicht damit beschäftigen.
Intoleranz bedeutet für mich die Lebensweise und die Einstellungen eines Anderen oder einer Gruppe von Menschen, im Zusammenhang mit diesem, nicht verstehen zu können ( aus Glauben daran die eigenen seien besser)und vor Allem nicht verstehen zu wollen!!
Ich höre immer wieder irgendwelche unbedachten Gedanken intoleranter oder gar rassistischer Art, die Leute anerzogen bekommen haben und wie ein Papagei nachplappern. Diese Einstellung des Umgangs mit anderen Menschen regt mich unheimlich auf, vor allem da sie nicht ausgemerzt, sondern an unsere Kinder weiter gegeben wird.
Man hat das Gefühl die Menschen hätten aus der Geschichte und insbesondere aus dem II. Weltkrieg und der damit verbundenen Intoleranz und Ignoranz im höchsten Ausmaße und dem Schweigen diesbezüglich nichts gelernt - als wollen sie immer noch nicht, dass die Welt besser werden solle und Frieden durch Kennenlernen und Dialog herrscht.
Intoleranz ist überall (!) und manifestiert sich vor allem in der Ignoranz, dass die Leute sich mit dem “Fremden” und “seinem” Handeln und der andersperspektivischen Motivation nicht auseinander setzen (!)wollen(!), obwohl oder gerade weil sie dann entdecken könnten , dass der “Andere” gar nicht so anders ist.Das erschreckt sie vielleicht.
Vielleicht ist es einfach auch manchmal ansteckend, wenn man etwas nur oft genug sieht und hört .Die Medien propagieren itersubjektive Wortgewalt und Missverständnisse, statt das Verständniss zu fördern(!) - das bringt nicht so viele Einschaltsquoten !
Mir fehlt so oft der “Geist” in der Gesellschaft / Leidenschaft für eine Sache / ein Gefühl - damit man sieht, dass es uns interessiert, dass irgendwo anders die Menschen unter einem diktatorischen System oder schlechten Lebensbedingungen verrecken! Man erhält den Eindruck in manchen Angelegenheiten seien die Menschen dieser Welt immun gegen Gefühlsregungen.
Sie sagen einfach nichts wenn sie Intoleranz beobachten und unternehmen einfach Nichts, auch wenn sie dagegen sind was irgendwo passiert - z. B. in Tibet . Und damit werden wir selbst zu Schuldigen , indem wir uns unserer Verantwortung für ein friedlicheres Zusammenleben und Toleranz der anderen Kultur entziehen und unmoralisches Handeln nicht kritisieren , gleichzeitig aber z.B.verkünden wir seien in Europa Vertreter der Menschenrechte, die ja der Inbegriff an Toleranz gegenüber Individuum und Gemeinschaft und unabhängig von Glauben , (politischer)Meinung, Herkunft etc. sind.
Wir mischen uns ungerne, emotional ergriffen aber mit Verstand, in Konflikte ein in denen wir Unrecht, aber die Beteiligten nicht erkennen.
Dabei haben gerade wir in Europa, unter der schützenden Hand der Demokratie, die Möglichkeit auf die (globalen) Probleme aufmerksam zu machen die mit Intoleranz und sogar Rassismus zu tun haben und mit unserer Stimme allein etwas zu bewegen , zu zeigen , dass wir da sind und es uns nicht völlig gleich ist , wenn Menschen in Nordkorea in Arbeitslagern sterben und vor Armut Gras fressen müssen während , die Machtinhaber sich ein schönes Leben machen.
Es passieren auf der Welt auch viele schöne Dinge , aber das heisst nicht , dass man die Augen vor den Schwierigkeiten derselben verschliessen kann , nur aufgrund der eigenen vorteilhafteren äußeren Bedingungen.
Die Tatsache, dass einige Menschen oder Gruppen sich für etwas Besseres halten als andere oder diese gar als Nicht-Menschen deklarieren, weil sie ihre Ansichten, Lebensweise etc. nicht teilen ist hochgradig pervers.
Denn wir sind alle nur Menschen und haben immer irgendetwas gemeinsam.
Es ist etwas anderes sich mit jemandem nicht zu verstehen , als ihn zu verachten wegen etwas , dass einem selbst eben nicht eigen ist.
P.S.: Sorry , wenn ich dich zu sehr “zugetextet” habe mit meinen vielleicht auch unverständlichen Gedanken im angerissenen Kontext der Darstellung.
kioluj 09.25.06 at 6:36 am
i think the problem is that people have no doubts in their beliefs. especially about religion. i dont understand it, how some people feel certain about a realm we know almost nothing about. if you assume god exists (which is a big assumption), then how do you know what his morality/personality/chosen people are? i have questions, but the fundamentalists do not, they know the answers already. does it strike them as odd that other people believe contradictory things just as strongly as they? not all religions can be true, but they are all certain they are true. that should cause some doubt, and doubt is healthy. doubt means questions which means change and growth. faith means absolutes and no growth, faith means you have already discovered the answer. this is especially problematic with ancient religions, whose answers were found in barbaric times. i am glad the morality of the bible is not the morality of today. doubt is related to tolerance because if you doubt yourself it means you are open to the other person being right.
its not thinking that hurts so much, its doubt (though the two are closely related). people fear the unknown.